Was kostet eine Website 2026?
Eine professionelle Website kostet im DACH-Raum 2026 zwischen 900 € für einen One-Pager und 20.000 € für größere Unternehmensauftritte. Freelancer liegen bei 65–130 € pro Stunde, Agenturen bei 100–150 €. Der Preis hängt weniger am Design als an Seitenzahl, Funktionen und daran, wer Texte und Bilder liefert.
Die realistischen Preisspannen
Wer nach Website-Preisen sucht, findet Zahlen zwischen 300 € und 50.000 € — und beide sind nicht falsch, sie beschreiben nur unterschiedliche Dinge. Diese Übersicht ordnet, was im deutschsprachigen Raum tatsächlich verlangt wird.
| Umfang | Typische Spanne | Wer das anbietet |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 0–300 € plus Abo | Du selbst, mit Zeitaufwand |
| One-Pager, professionell | 900–2.500 € | Freelancer, kleine Studios |
| Unternehmenswebsite, 5–15 Seiten | 2.500–12.000 € | Studios, kleine Agenturen |
| Größerer Auftritt mit Redaktionssystem | 7.000–20.000 € | Agenturen |
| Web-Anwendung mit Login und Datenbank | 5.000–60.000 € | Spezialisierte Entwickler |
Bei Stundensätzen liegen Freelancer mit drei bis sechs Jahren Erfahrung bei etwa 65–95 €, Senior-Freelancer bei 90–130 €, mittelständische Agenturen bei 100–150 €. Diese Zahlen erklären den Rest: Eine Agentur mit Projektleitung, Konzepterin und Entwickler bringt drei Stundensätze in dieselbe Rechnung ein.
Woran der Preis tatsächlich hängt
Die meisten Menschen vermuten das Design als Kostentreiber. Tatsächlich sind es fünf andere Dinge:
- Seitenzahl — nicht linear: Seite elf kostet weniger als Seite zwei, weil das System dann steht.
- Funktionen — Buchung, Login, Shop und Mehrsprachigkeit sind eigene Bauwerke, kein Zusatzhaken.
- Inhalte — wer Texte und Bilder liefert, entscheidet über einen vierstelligen Unterschied. Texten ist Arbeit, kein Beiwerk.
- Bestand — eine bestehende Seite mit Inhalten, Adressen und Weiterleitungen umzuziehen, kostet mehr als bei null anzufangen.
- Anbindungen — Warenwirtschaft, Kalender, CRM, Zahlung: jede Schnittstelle ist ein eigenes kleines Projekt.
Die verlässlichste Frage an jedes Angebot: „Was ist NICHT enthalten?“ Ein gutes Angebot kann sie beantworten. Ein schlechtes weicht aus — und genau daraus entstehen später die Nachforderungen.
Woran man ein zu billiges Angebot erkennt
Ein niedriger Preis ist kein Problem. Ein niedriger Preis, der etwas verschweigt, schon. Diese Muster wiederholen sich:
- Die Domain läuft auf den Namen des Dienstleisters. Damit kommst du nicht mehr weg, ohne neu anzufangen.
- Der Quellcode wird nicht übergeben. Was du bekommst, ist ein Mietverhältnis, kein Eigentum.
- Der Preis gilt nur mit einem mehrjährigen Wartungsvertrag, dessen Kündigung die Seite abschaltet.
- Es gibt keine Leistungsbeschreibung, nur einen Betrag. Der Streit kommt garantiert, nur später.
- Texte sollst du liefern, aber das steht nirgends — und plötzlich hängt das Projekt an dir.
Was eine Website kosten sollte, damit sie sich rechnet
Der nützlichere Maßstab ist nicht der Preis, sondern die Amortisation. Ein Handwerksbetrieb mit einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.000 € braucht zwei zusätzliche Aufträge, damit sich eine Website für 3.500 € getragen hat. Eine Praxis, die zehn Terminanfragen im Monat über die Seite bekommt statt über das Telefon, spart Personalzeit, die sich beziffern lässt.
Umgekehrt gilt: Wenn sich diese Rechnung nicht aufstellen lässt, ist eine teurere Website selten die Antwort. Dann fehlt eher eine Entscheidung darüber, was die Seite überhaupt auslösen soll.
Und was kostet es bei uns?
Ein One-Pager liegt bei 890–1.400 €, eine mehrseitige Unternehmenswebsite bei 1.900–4.500 €, eine Anwendung mit Login bei 4.900–14.000 €. Wir nennen Spannen statt „ab“-Preisen, weil eine Spanne beides ehrlich abbildet: die Größenordnung und die Unsicherheit. Verbindlich wird daraus ein Festpreis, sobald der Umfang beschrieben ist.
Geschrieben von Muhamed Emin Çiftçi, TEMEL Studio. Veröffentlicht am 18. August 2026. Wir aktualisieren diesen Text, wenn sich die Lage ändert — Preise und Studienlage altern schnell.