18. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Was kostet ein Logo?

Ein Logo kostet je nach Anbieter zwischen 5 € (Baukasten) und 15.000 € (Agentur mit vollständiger Identität). Für kleine und mittlere Unternehmen liegt der sinnvolle Bereich bei 600–3.000 €. Entscheidend ist weniger der Preis als das, was man bekommt: echte Vektordateien, Varianten für jede Anwendung und die Nutzungsrechte.

Die Preisstufen und was dahintersteckt

WegPreisWas man bekommt
Logo-Generator / KI-Tool5–50 €Eine Bilddatei. Häufig keine echten Vektoren, oft keine exklusiven Rechte.
Plattform-Freelancer50–300 €Sehr unterschiedlich. Nachfragen, ob Vektordateien und Rechte dabei sind.
Designer, Einzelauftrag600–3.000 €Entwürfe, Schleifen, alle Dateien, Farb- und Schriftsystem.
Studio / kleine Agentur1.900–6.000 €Zusätzlich Positionierung, Bildsprache, Regelwerk, Anwendungen.
Agentur, vollständige Identität5.000–15.000 €+Strategie, Recherche, umfangreiches Markenhandbuch.

Warum das billige Logo später teuer wird

Der häufigste Fall in der Praxis: Ein Betrieb hat ein Logo, aber nur als JPG oder PNG. Dann kommt der Folienbeschrifter für den Transporter und fragt nach einer Vektordatei. Die gibt es nicht. Jetzt wird das Logo nachgebaut — und das nachgebaute Zeichen unterscheidet sich sichtbar vom Original auf Briefbogen und Website.

Der zweite Fall: Das Logo funktioniert nur in Farbe und auf Weiß. Sobald es einfarbig auf eine Folie geschnitten, in eine Zeitungsanzeige gesetzt oder als 32-Pixel-Symbol im Browser-Tab angezeigt werden soll, bleibt ein Fleck übrig. Beides sind keine Geschmacksfragen, sondern handwerkliche Mängel — und beide entstehen, wenn niemand die Anwendungen mitgedacht hat.

Die Checkliste: Was gehört ins Paket?

  • Echte Vektordateien — SVG, PDF oder EPS. Kein „SVG“, das nur ein eingebettetes Pixelbild enthält.
  • Varianten: farbig, einfarbig schwarz, einfarbig weiß, quer und quadratisch.
  • Eine Fassung für sehr kleine Größen, bei der Details reduziert sind.
  • Favicon für den Browser-Tab und Profilbild-Zuschnitt für Social Media.
  • Farbwerte in HEX, RGB und CMYK — sonst weicht der Druck sichtbar vom Bildschirm ab.
  • Die verwendeten Schriften samt Lizenzlage. Eine Schrift, die man nicht nutzen darf, ist ein späteres Problem.
  • Schriftliche Übertragung der Nutzungsrechte, ohne räumliche oder zeitliche Beschränkung.

Der schnellste Test für ein bestehendes Logo: Öffne die Datei und vergrößere sie auf 800 %. Bleibt alles scharf, ist es ein Vektor. Wird es unscharf, hast du ein Bild von einem Logo — und wirst es früher oder später neu machen lassen.

Und was ist mit KI-generierten Logos?

KI ist hervorragend darin, in kurzer Zeit viele Richtungen sichtbar zu machen. Sie ist schlecht darin, ein finales Zeichen zu liefern: Was herauskommt, ist ein Pixelbild mit unsauberen Kanten, uneinheitlichen Strichstärken und Formen, die sich nicht sauber nachzeichnen lassen. Für den Markenschutz ist außerdem relevant, dass das Zeichen eindeutig und reproduzierbar ist.

Der sinnvolle Weg kombiniert beides: KI für die Erkundung, Handzeichnung als Vektor für das Ergebnis. Wer dir sagt, er nutze keine KI, arbeitet vermutlich langsamer als nötig. Wer dir eine KI-Ausgabe als fertiges Logo verkauft, verkauft dir ein Problem.

Was es bei uns kostet

Logo Essentials mit drei Entwurfsrichtungen, zwei Korrekturschleifen, allen Dateien und einem Farb- und Schriftsystem: 690–1.100 €. Das vollständige Erscheinungsbild mit Positionierung, Bildsprache, Icon-Set und Regelwerk: 1.900–3.800 €. Anwendungen wie Fahrzeugbeschriftung, Bauschild oder Geschäftsausstattung kommen je Set ab 190 € dazu.

Geschrieben von Muhamed Emin Çiftçi, TEMEL Studio. Veröffentlicht am 18. August 2026. Wir aktualisieren diesen Text, wenn sich die Lage ändert — Preise und Studienlage altern schnell.

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